{"id":2734,"date":"2012-07-04T20:11:00","date_gmt":"2012-07-04T18:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/?p=2734"},"modified":"2022-07-07T12:04:42","modified_gmt":"2022-07-07T10:04:42","slug":"see-you-in-motala","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/2012\/see-you-in-motala\/","title":{"rendered":"See you in Motala"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Radrennen im schwedischen Dauerregen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung &#8211; 04.07.2012<\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8222;V\u00e4tternrundan&#8220; gilt als die gr\u00f6\u00dfte Amateurfahrradtour der Welt. Am Wochenende vor dem Mittsommernachtsfest nimmt ein Heer von&nbsp;Radfahrer die Herausforderung an, den sechstgr\u00f6\u00dften See Europas, den V\u00e4tternsee (3-mal so gro\u00df wie der Bodensee), zu umrunden. Die Teilnehmerzahl ist auf 23.000 begrenzt. Auch f\u00fcr die V\u00e4tternrundan 2012 waren die Startpl\u00e4tze binnen weniger Tage ausgebucht und Ulli mittendrin.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/P1080990-kl.jpg\" alt=\"P1080990-kl\"\/><figcaption>Am Ziel &#8211; nach 300 km, 1400 H\u00f6henmetern und noch unter 16 Stunden<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Start und Ziel der 300 Kilometer langen Radtour liegen in Motala. Die &#8222;V\u00e4tternrundan&#8220; ist eine Volksradtour, deswegen werden den Teilnehmern auch keine exakten Resultatlisten mitgeteilt. So wei\u00df Jaroschek denn auch nicht, auf welchem Platz er gelandet ist. Gewonnen hat er trotzdem: jede Menge unvergessliche Eindr\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Fahrradtour ist die &#8222;V\u00e4tternrunda&#8220; nicht mehr und ein klassisches Volksradfahren wie die &#8222;Elfstedentocht&#8220; in Friesland erst recht nicht. schreibt Ulli. Das weltgr\u00f6\u00dfte Jedermann-Radsport-Event entwickelt sich zum Radrennen f\u00fcr ambitionierte Freizeit-Racer.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/P1080910-kl.jpg\" alt=\"P1080910-kl\"\/><figcaption>Noch scheint die Sonne &#8211; mit dem &#8222;Nummerlappar&#8220; geht&#8217;s los<br>Startzeit 22:14<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Dementsprechend sei die Streckenf\u00fchrung eher schnell und langweilig als landschaftlich sch\u00f6n. Meist gehe es \u00fcber gut ausgebaute unendlich lange gerade Europastra\u00dfen. &#8222;Das Streckenprofil ist mit mehr als 1400 H\u00f6henmetern anspruchsvoll und bietet neben endlosen langgestreckten Anstiegen auch einige knackige Steigungen&#8220;, berichtet Ulli.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Teilnehmerfeld sei eine deutliche Steigerung der sogenannten Sub9 Gruppen zu bemerken, die das Rennen unter neun Stunden Gesamtfahrzeit schaffen wollen. &#8222;Die Schnellsten schafften die 300 Kilometer in weniger als sieben Stunden&#8220;, erz\u00e4hlt der Radsportler.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr habe eigentlich eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe der THC-Radsportabteilung an diesem Event teilnehmen wollen, aber nur er habe sich rechtzeitig einen Startplatz sichern k\u00f6nnen, freut sich Ulli.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 22:14 startete er bei Sonnenschein in die schwedische Sommernacht. Die eigene Startgruppe war schnell und die Nacht flog bei \u00fcber 30 Kilometer die Stunde (km\/h) dahin. Um 3:00 wurde mit J\u00f6nk\u00f6ping der s\u00fcdliche Wendepunkt erreicht. Im Depot gab es K\u00f6ttbullar &#8211; traditionelle schwedische Fleischb\u00e4llchen &#8211; zum Fr\u00fchst\u00fcck und drau\u00dfen wurde es hell.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/P1080946-kl.jpg\" alt=\"P1080946-kl\"\/><figcaption>Gr\u00e4nna &#8211; 01:26 &#8211; die Nacht flog dahin<br>das erste Stundenmittel \u00fcber 30 km\/h<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/P1080956-kl.jpg\" alt=\"P1080956-kl\"\/><figcaption>J\u00f6nk\u00f6ping &#8211; 03:02 &#8211; K\u00f6ttbullar zum Fr\u00fchst\u00fcck&nbsp;und drau\u00dfen wurde es hell<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>&#8222;Ab jetzt wurde es unangenehm. Statt Sonnenaufgang fing es an zu regnen, f\u00fcnf Stunden Dauerregen \u2013 mal mehr, mal noch mehr&#8220;, schildert Ulli die Ereignisse. &#8222;Das ging an die Substanz und machte m\u00fcrbe.&#8220; K\u00e4lte und Ersch\u00f6pfung h\u00e4tten viele zur Aufgabe gezwungen. Auf diesen 100 km seien \u00fcber 1400 Sportler vom Rad gestiegen. Am Depot in Karlsborg t\u00fcrmten sich die abgestellten Rennr\u00e4der im Nieselregen und warteten auf den Abtransport.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/P1080972-kl.jpg\" alt=\"P1080972-kl\"\/><figcaption>F\u00fcnf&nbsp;Stunden Dauerregen und K\u00e4lte &#8211; das machte m\u00fcrbe<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/P1080973-kl2.jpg\" alt=\"P1080973-kl2\"\/><figcaption>Immer wieder langgezogen bergauf oder kurz und knackig<br>1.400 H\u00f6henmeter insgesamt&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\u201e100 gehen immer\u201c \u2013 und das Wetter klarte irgendwann auf. Die Strecke wurde aber h\u00fcgeliger und die Beine weicher. &#8222;Aber jeder abgehakte Kilometer motivierte zus\u00e4tzlich&#8220;, so Ulli weiter. Salzgurken und Blaubeersuppe in den Depots sorgten f\u00fcr die notwendige Energie.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend er mit anderen gleichm\u00e4\u00dfig die Kurbel trat, \u00fcberholten durchtrainierte Rennsportgruppen mit Startzeiten vom fr\u00fchen Morgen die Freizeitradler. Und das Ziel teilte er sich mehrheitlich mit Fahrern die f\u00fcnf oder sechs Stunden sp\u00e4ter gestartet waren.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/01_2012_09.jpg\" alt=\"01_2012_09\"\/><figcaption>Jeder f\u00fcr sich ein Sieger&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber am begeisterten h\u00e4tten die &#8222;Finisher&#8220; mit Startnummern des gestrigen Tages gewirkt, die 14 Stunden und mehr im Sattel sa\u00dfen, Sonnenuntergang, die gesamte schwedische Sommernacht &#8211; und nat\u00fcrlich f+nf Stunden Dauerregen &#8211; erlebten. Nur so kann der Zieleinlauf emotional richtig wirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ullis Versuch, unter den 16 Stunden zu bleiben endete in einem rasanten Schlussspurt \u00fcber die letzten 3 &#8211; 4 Kilometer. &#8222;In einer gro\u00dfen Gruppe (20 bis 30) rasten wir mit gut \u00fcber 30 km\/h durch Motala und bogen so in die Zielgerade &#8211; das hatte schon was von Tour de France&#8220;, schw\u00e4rmte Ulli.<\/p>\n\n\n\n<p>Er hat durchgehalten. Aber insgesamt 2218 Radler gaben vorzeitig auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V\u00e4tternrundan 2012<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>6600 Ulrich, Westerkappeln<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><th>Platz<\/th><th>Zeit<\/th><th>Resultat<\/th><th>Distanz<\/th><th>Position<\/th><th>Anzahl<\/th><\/tr><tr><td>Start<\/td><td>22:14<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>19.002<\/td><\/tr><tr><td>Gr\u00e4nna<\/td><td>01:26<\/td><td>03:12<\/td><td>80<\/td><td>14.590<\/td><td>18.786<\/td><\/tr><tr><td>Bankeryd<\/td><td>04:17<\/td><td>06:03<\/td><td>114<\/td><td>15.196<\/td><td>18.159<\/td><\/tr><tr><td>Hjo<\/td><td>06:45<\/td><td>08:31<\/td><td>177<\/td><td>14.993<\/td><td>17.644<\/td><\/tr><tr><td>Aspa<\/td><td>11:23<\/td><td>13:09<\/td><td>248<\/td><td>15.248<\/td><td>16.835<\/td><\/tr><tr><td>Medevi<\/td><td>13:09<\/td><td>14:55<\/td><td>277<\/td><td>15.256<\/td><td>16.805<\/td><\/tr><tr><td>Ziel<\/td><td>14:10<\/td><td>15:56<\/td><td>300<\/td><td>15.226<\/td><td>16.784<\/td><\/tr><tr><td>Nicht vollendet<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>2.218<\/td><\/tr><tr><td>Nicht gestartet<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>&nbsp;<\/td><td>4.245<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><th>Tour<\/th><th>Startnr.<\/th><th>Start<\/th><th>Ziel<\/th><th>Gesamtzeit<\/th><th>Fahrtzeit<\/th><th>km\/h<\/th><\/tr><tr><td>V\u00e4tternrundan 2012<\/td><td>6600<\/td><td>22:14<\/td><td>14:10<\/td><td>15:56<\/td><td>12:48<\/td><td>23,5<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/arnwiesen.net\/wpt\/wp-content\/uploads\/2012\/motala\/P1080966-kl.jpg\" alt=\"P1080966-kl\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Karlsborg &#8211; 09:10 &#8211; Hier geht nichts mehr &#8211; Opfer von Regen, K\u00e4lte<br>und Ersch\u00f6pfung &#8211; Aufgaben 93 km vor dem Ziel &#8211; insgesamt 2.218<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/resultatjakt.se\/events\/vattern_2012\/\">http:\/\/resultatjakt.se\/events\/vattern_2012\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/forum.helmuts-fahrrad-seiten.de\/viewtopic.php?t=5623&amp;sid=337cf62118f30bedf7cbd8a369ae4954\">http:\/\/forum.helmuts-fahrrad-seiten.de\/viewtopic.php?t=5623&amp;sid=337cf62118f30bedf7cbd8a369ae4954<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Radrennen im schwedischen Dauerregen Quelle: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung &#8211; 04.07.2012 Die &#8222;V\u00e4tternrundan&#8220; gilt als die gr\u00f6\u00dfte Amateurfahrradtour der Welt. 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